Premiere Othello darf nicht platzen

Quelle: Aller-Zeitung 28.02.2012


Theaterverein: Gelungene Premiere von „Othello darf nicht platzen“
Turbulente Geschichte um eine Opernaufführung: Amüsante Darbietung.
(sdo)

Eine gelungen Premiere feierte der Theaterverein Gifhorn am Sonntag in Kästorf mit dem Schwank „Othello darf nicht platzen“ von Ken Ludwig in der Inszenierung von Rainer Hospodarz.
Die turbulente Geschichte um eine Opernaufführung des „Othello“ vereint alles, was für einen unterhaltsamen Theaterabend notwendig ist: Liebe, Eifersucht, Ruhm, Starallüren und vor allem die alles verbindenden Verwirrungen und Missverständnisse.

Allen voran glänzte Frank Heumann als Startenor Tito Merelli, der ganz dem klischeehaften Bild des temperamentvollen italienischen Sängers entspricht. Begleitet von seiner eifersüchtig keifenden Ehefrau (überzeugend: Kerstin Gewinner) rutscht er von einer heiklen Situation in die nächste, aber immer in liebevoll gefärbtem italienischen Akzent. Eingespielte Opernarien zum passenden Moment durften da natürlich nicht fehlen. Etwas unsicher zu Beginn gewann Martin Oppermann als Assistent Max schließlich deutlich an Sicherheit und erhielt verdienten Applaus, ebenso wie Rainer Hospodarz als nervöser Operndirektor, der ständig kurz vor dem Herzinfakt steht. Ganz die selbstherrliche Diva vermochte Anja Alisch als Sängerin Diana zu überzeugen, zumal in den herrlich zweideutigen Dialogen mit Heumann.
Maike Filbrich als Direktorentochter Maggie, Brigitte Below als Präsidentin der Operngilde und Dirk Hubrich als übereifriger Page rundeten eine sehr amüsante Aufführung ab, die anhaltenden Applaus erhielt.