Gifhorner Rundschau zur Premiere des Theatervereins mit "Othello"

Quelle: Gifhorner Rundschau 28.02.2012


Vergnügliches Bühnen-Chaos, gelungene Premiere des Theatervereins mit „Othello“

KÄSTORF. Viel Vergnügen hatten rund 90 Zuschauer, die zur Premiere des Stücks „Othello darf nicht platzen“ des Theatervereins Gifhorn am Sonntag in das Dorfgemeinschaftshaus gekommen waren. Die erlebten eineinhalb Stunden ein turbulentes Stück, das sehr zum Lachen anregte.

Starkult, Hysterie, Eifersucht und Intrigen sind die Elemente, aus denen Ken Ludwigs Erfolgs-Komödie „Othello darf nicht platzen“ gemixt wurde.
Auf der Bühne spielte sich das so ab: Opernstar Tito Merelli (gespielt von Frank Heumann) kommt an die Oper von Cleveland, um dort Verdis Othello zu singen. Doch samt Ehefrau Maria (Kerstin Gewinner) verspätet er sich. Damit beginnt bereits das Chaos, denn Operndirektor 

Saunders (Rainer Hospodarz) lässt seine Nervosität an seinem musikalisch begabten Assistenten Max (Martin Oppermann) aus.

Zudem versuchen Saunders Tochter Maggie (Maike Filbrich), Opernsängerin Diana (Anja Alisch) die Präsidentin der Operngilde Julia (Birgitta Below) und der Hotelpage (Dirk Hubrich) allesamt den Opernsänger persönlich zu treffen. Zu dumm, dass Merellis Frau ihren Mann verlässt, weil der auch Augen für andere Frauen hat, und der Unglückliche sich mit Tabletten in den Tiefschlaf wiegt. Damit die Aufführung nicht platzt, muss also Ersatz her – und damit nimmt das Chaos erst recht seinen Lauf.

Othello ist ein frisches und äußerst amüsantes Stück, das der Theaterverein gekonnt auf die Bühne brachte. Die Schauspielgruppe überzeugte durch harmonisches Zusammenspiel. Das begeisterte Publikum zollte anerkennenden Applaus. mw